Deception – Anpassung und deren Kosten


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Wenn man Poker im Fernsehen schaut hört man immer wieder Sätze wie “er hatte wohl einen Read” oder “da hat er ihn aber eiskalt durchschaut”. Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr und sollen ausdrücken, dass ein Spieler offenbar den anderen durchschaut hat. Aber wie durchschaut man andere Spieler? Es sind nicht die Tells wie viele behaupten, zumindest nicht in den meisten Fällen. Es ist kaum möglich einen Spieler aufgrund seiner Körpersprache auf eine bestimmte Hand zu setzen. In den meisten Fällen sind es vergangene Spielsituationen und Setzverhalten, die einen Spieler verraten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Betting Patterns – Muster, die auf eine bestimmte Handkategorie deuten.
Das ist für viele bestimmt noch nichts neues und sie vertrauen auf den Ratschlag, dass du dein Spiel variieren musst.

Nun, so einfach ist es auch wieder nicht. Denn das Spiel zu variieren heißt immer eins: von seiner üblichen Spielweise abzuweichen. Und da die übliche Spielweise auch die optimale sein sollte, heißt es nicht optimal zu spielen. Und wenn man nicht optimal spielt, lässt man irgendwo Geld auf der Strecke. Ergo: Anpassung verursacht “Kosten”. Und immer wenn Kosten verursacht werden, muss man sich fragen ob mit ihnen ein Nutzen einhergeht, der es wert ist.

Wenn man sein Spiel also variieren will aufgrund von Deception, sprich um weniger gut durchschaubar zu sein muss man zum einen die Seite der Kosten abwägen und zum anderen die Seite des Nutzens.

Kommen wir zunächst einmal zu den Kosten. In manchen Fällen ist die Sache sehr einfach, in anderen wiederum nicht. Wenn ich NL200 spiele und der Pot am River 5 Euro beträgt. Ein Spieler setzt 3 Euro – nun kann ich keine kostbaren Fehler machen. Wenn ich nur calle, muss ich die Karten nur zeigen wenn ich auch gewinne. In diesem Fall gebe ich Informationen preis. Ist es nun so, dass ich eine starke Hand gefloppt aber nicht gesetzt habe um tricky zu spielen, Turn und River die Hand aber komplett entwertet haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch trotzdem gegen die meisten Hände vorne zu liegen und das heißt wiederum, dass ich Informationen preis geben muss. Man muss sich dann schon fragen ob das die 8 Euro wert sind, die man gewinnen kann. Viele würden sagen: “Natürlich, ich muss mitnehmen was ich kann”. Aber meiner Meinung nach darf man eben nicht alles mitnehmen wenn man undurchschaubar sein will.

Nun haben wir aber auch schon den Nutzen angesprochen, der mit Deception einhergeht. Im obigen Beispiel hat man die Möglichkeit auf einen kleinen Pot zu verzichten und keine Informationen preis zu geben, also möglichst undurchschaubar zu bleiben. Die Frage ist allerdings ob es das überhaupt wert ist. Stell dir vor du spielst eine Partie mit Fischen, die auf so etwas garantiert nicht achten werden. Musst du dann auf Decption setzen? Sicherlich nicht! Du musst schauen deinen Profit zu maximieren unabhängig davon ob du Informationen preis gibst oder nicht. Der Fisch fragt sich nicht warum du mit Two Pair am Flop nicht gesetzt hast. Im fällt es womöglich nicht einmal auf und merkt nur dass er verloren hat weil der Dealer die Chips in deine Richtung schiebt.

Es gibt noch viele andere Situationen wo man eindeutig nicht auf Deception achten muss. Die meisten live Turniere sind ein gutes Beispiel hierfür. Gerade in den späten Phasen wird häufig umgesetzt und man verweilt oft nicht lange mit denselben Spielern am Tisch. In diesen Fällen ist es besser überhaupt nicht auf Deception zu achten. Denn erstens ist es unwahrscheinlich noch einmal in die gleiche Situation zu kommen und zweitens noch unwahrscheinlich gegen den gleichen Spieler.

Grundsätzlich kann man sagen, dass man nicht auf Deception achten muss wenn es nicht möglich ist über bestimmte Situationen “Buch zu führen”. Ein gutes Beispiel dafür sind Spielzüge, die von Programmen wie Pokertracker nicht richtig erfasst werden oder die sogut wie niemand in seinen HUD mit aufnimmt weil man diese Statistik nur selten benötigt. Eine Ausnahme wären natürlich Notizen mit denen man prinzipiell alles archivieren könnte. Wenn du also einmal ein Monster als Preflop Agressor langsam spielst, kann man es theoretisch in seine Notizen mit aufnehmen und stets darauf zurück greifen. Allerdings ist es manchmal sinnvoller davon auszugehen, dass kaum jemand Notizen verwendet. Das Problem ist, dass sie theoretisch von jedem verwendet werden könnten und wenn man einmal anfängt auf Deception zu setzen weil jemand Notiz davon machen könnte, dann müsste man nur auf Deception setzen beim online Poker.

Es ist also nicht so einfach die Grenze zu ziehen und zu entscheiden wann man auf Deception setzen und wann man lieber der sturen, optimalen Linie folgen sollte. Man muss sich allerdings immer merken, dass Deception letztendlich Geld kostet und man muss entscheiden können ob sie in einem günstigen Verhältnis zum Ertrag steht. Man muss sich auch vor Augen halten, dass man sich nicht in Deception verlieben sollte. Angenommen alle Spieler am Tisch sind wachsam und merken sich jedes Detail. In einem solchen Fall musst du klar auf Deception setzen, aber nicht immer. Das heißt, wenn du in vier Fällen in der gleichen Situation bist, dann solltest du nicht jedes Mal anders spielen, also mit vier Variationen. Es reicht dreimal optimal zu spielen und einmal von der optimalen Linie abzuweichen. Auf diesen Weg ist es möglich den Read deutlich zu erschweren und das obwohl nur in einem von vier Fällen das Spiel variiert wurde.


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