Poker 2011 – ein verrücktes Pokerjahr


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Kein Thema ist im Moment so aktuell wie Full Tilt Poker. Der einst strahlende Stern am Pokerhimmel – zumindest knapp hinter dem größten Stern, nämlich PokerStars – ist von heute auf morgen verschwunden. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, aber heute am 27.07.2011 steht im Grunde fest: Die Agenda Full Tilt hat sich zu 99 % erledigt und die Pokerwelt ist um einen großen Skandal reicher. Aber was ist passiert?

Alles begann am 15. April – ein Tag, der als Black Friday in die Geschichte eingehen soll. Das FBI veranlasst die Schließung der PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker/Ultimate Bet Webseiten – die drei größten Anbieter, die aktiv auf dem amerikanischen Markt tätig waren und damit gegen amerikanisches Recht verstoßen haben. Obwohl dies schon seit 5 Jahren ein Verbrechen darstellt, wurde nichts unternommen und die Anbieter konnten Millionen scheffeln. Aus Insiderkreisen heißt es, dass der Black Friday unausweislich war und den genannten Anbietern schon längst prophezeit wurde. Genauer gesagt wird gemunkelt, dass die Führungsriegen der online Pokerseiten davon schon lange vorher wussten und sich darauf hätten einstellen können. Entweder wurde dies von vielen Stellen ignoriert, oder einfach so hingenommen – den Untergang sozusagen vorprogrammierend.

Nach dem Black Friday sah es zunächst aus wie Business as Usual – nur mit deutlich weniger Traffic. Die Horrormeldungen, dass die WSOP kaum Teilnehmer vorzuweisen haben wird, hat sich nicht bestätigt. Es gab auch Gewinner wie PartyPoker, 888 Poker, Merge und Cake. Die beiden letztgenannten waren deshalb große Gewinner weil sie nach wie vor US Spieler akzeptierten. Merge konnte seinen Traffic um 100 % steigern und war Nutznießer Nummer Eins. Cake traute man schon lange vor dem Black Friday nicht mehr. Bei diesem Anbieter wurde immer wieder von verzögerten Auszahlungen berichtet – ein erstes Zeichen für Liquiditätsprobleme.

A propos Liquiditätsprobleme. Diese waren wenige Wochen danach bei Full Tilt Poker und Absolute Poker spürbar. Während man Absolute Poker noch nie groß vertraut hatte, war es für die meisten offensichtlich, dass dieser Anbieter wohl niemals seine Spieler wird auszahlen können. Zu groß ist der Verlust amerikanischer Spieler, der sicherlich wichtigsten Ressource dieses Unternehmens. Dass hinter Absolute Poker dubiose Gestalten stecken und eine solche Krise nicht managen können, hat sich bereits beim Superuser Skandal abgezeichnet.

Wem man allerdings diese Probleme nicht zugetraut hat war Full Tilt Poker. Einst der zweit größte online Pokerraum und dennoch nicht in der Lage Spieler auszubezahlen. Das FBI war von Anfang an an einer fairen Lösung interessiert und wollte sicherstellen, dass zumindest die Spieler, die für diese Vorhaben nun wirklich am wenigsten konnten ausbezahlt werden. Die Firmenkonten wurden also nicht alle einfach eingefroren. Das Problem bei Full Tilt war ein anderes: Die Spielergelder wurden nach der Einzahlung des Spielers Firmenvermögen. Die Bankrolls wurden nicht seperat gelagert, wie das etwa bei PokerStars oder anderen seriösen Anbietern der Fall war und ist. Full Tilt Poker hat die Spielergelder jedoch dazu verwendet die unzähligen Pros zu sponsern, Fernsehwerbung zu schalten oder Turniere zu veranstalten. Wenn plötzlich jeder zweite auszahlen möchte, bricht der gesamte Cashflow zusammen und das Unternehmen ist dort wo es jetzt ist: vor dem Ruin.

Dabei sind die Spieler “selbst schuld”, denn in den TOS steht klar geschrieben, dass die Spielergelder Teil des Firmenvermögens werden. Demnach hat man im Falle einer Insolvenz einfach Pech gehabt. Zwar ist Full Tilt noch nicht offiziell insolvent, aber nachdem seit dem 26.06. keine Echtgeld Spiele mehr angeboten werden dürfen bestehen nur noch eine Menge Ausgaben und keine Einnahmen. Kein Cent Rake verdient Full Tilt im Moment und woher soll das Geld kommen alle Spieler zu bezahlen?

Die Idee war: von einem Investor. Eine einfache Möglichkeit – zumindest wenn sich jemand findet. Aber wer möchte eine halbe Milliarde in ein derart marodes Unternehmen investieren, das inzwischen jedes Vertrauen in der Pokerszene verloren hat? Scheinbar gibt es welche, wird zumindest von Full Tilt behauptet. Was wirklich dran ist, weiß niemand und mittlerweile sieht es so aus als wäre es nur ein Spiel auf Zeit.

Diese Zeit hat Full Tilt am 26.7. auch bekommen, nämlich bei der Anhörung in London bei der lediglich herauskam, dass das Unternehmen seinem ehemaligen Lizenzgeber rund 250.000 Pfund schuldet. Der Rest der Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt, aber Fakt ist: es kam nichts dabei heraus, denn das Ganze wurde auf den 15.09. vertagt – also über 2 Monate. Bis dahin habe Full Tilt Zeit seine Geschäfte wieder in Ordnung zu bringen. Aber wer bitteschön glaubt noch daran? Wahrscheinlich die gleichen, die auch an den Weihnachtsmann glauben.

Wer von Pokern etwas versteht, wird auch im Fall Full Tilt die richtige Entscheidung treffen: Manchmal muss man einen Pot einfach aufgeben und zurück stecken. Ein Fold ist in einer solchen Situation die beste Entscheidung und man sollte sich einfach auf die nächste Hand konzentrieren. Natürlich kann man hoffen, dass die Betrüger um Howard Lederer, Chris Ferguson, Ray Bitar und weitere Strippenzieher nicht ungeschoren davon kommen und mit den Millionen, die sie eingesteckt haben zumindest teilweise Spieler ausbezahlt werden können, aber dies bleibt wohl reines Wunschdenken.

Bis dahin, kann man sich nur mit den Alternativen zu Full Tilt auseinandersetzen.


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