Bad Beat – ein psychologisches Problem


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Wer kennt diese Stuation nicht beim Poker? Wir liegen weit in Front, unser Gegner ist fast geschlagen und am River fällt die einzige Karte herunter die ihm hilft. Wir sind geschlagen und verstehen die Welt nicht mehr. Zusätzlich bekommen wir dann noch tolle Sätze präsentiert wie „ naja du warst vorne und er hat eben mal Glück gehabt“ oder „ langfristig gesehen hast du richtig gespielt und der Gegner wird, wenn er so weiter spielt bald pleite sein.“ Das mag ja alles stimmen, nur was interessiert uns das jetzt im Moment, wenn wir gerade den ultimativen Bad Beat kassiert haben?
Dabei rede ich noch gar nicht von Online Poker Rooms wo man dann noch ein nettes „thank you“ des Gegners präsentiert bekommt oder die Aussage:“ ich musste diese Karte bis zum Ende spielen, weil ich bei dieser immer ein so gutes Gefühl habe.“ Jetzt spreche ich sicherlich dem Großteil der guten Pokerspieler aus der Seele, wenn ich diese Zeilen niederschreibe. In dem Moment, wo wir einen Bad Beat kassieren, gibt es keinen Satz den wir hören wollen. Ganz egal was der Gegner oder die Spieler am Tisch von sich geben, es ist das Falsche.

Keine Frage, unterbewusst wissen wir, dass wir fehlerfrei gespielt haben und der Gegner ganz bestimmt ein zukünftiges Opfer sein wird, aber wieso zwingt uns dann ein Bad Beat so fürchterlich in die Knie? Wieso leiden wir mehr, wenn wir mit einem Bad Beat einen kleinen Pot verlieren, als den gesamten Stack mit 2nd Nuts gegen das Nuts Monster?

Um dieses Phänomen zu erklären, müssen wir einen Abstecher in die Tiefenpsychologie machen. Da wir keine Computer sind, die nur 0 und 1 kennen, sondern emotionale Wesen, können wir mit unserem Verstand eingelangte Informationen nicht nur in Kategorien Richtig oder Falsch einordnen, sondern reagieren zusätzlich auch noch unterbewusst. Dieses Unterbewusstsein reagiert aber unwillkürlich und ist nicht gekoppelt an unseren logischen Verstand. Deswegen können wir uns –zig Mal einreden, dass der Bad Beat nicht so schlimm ist, aber in Wirklichkeit rumort es in uns.

Der Grund ist ein einfacher und schon in unserer Kindheit wurden wir damit konfrontiert. Die Schwester hat eine Vase zerbrochen und wir als älterer Bruder waren schuld und wurden bestraft. Ein großes Ungerechtigkeitsgefühl machte sich dann breit und wir waren damals schon on Tilt. Das erste was ein Mensch, egal ob Kind oder Pokerspieler in einer solchen Situation machen wird ist, einen Schuldigen zu suchen oder sonst wie seine Aggressionen abzubauen. Irgendwer muss ja Schuld sein an solch einer Ungerechtigkeit! Und bei einem Bad Beat am Poker-Tisch geht es uns nicht anders. Wir werden bestraft, obwohl wir alles richtig gemacht und perfekt gespielt haben. Unterbewusst suchen wir einen Schuldigen.



Wir können es nicht sein, wir haben alles richtig gemacht. Dann bleibt nur mehr der Gegner, dessen Dummheit ihm auch noch Erfolg gebracht hat. Dummerweise wollen wir aber dem Tisch nicht kundtun, dass wir massiv unter Druck stehen und vielleicht dem Tisch noch zusätzlich signalisieren, dass wir on Tilt sind. Also verhalten wir uns ruhig und kochen ruhig vor uns hin. Dann gibt es noch Spieler, welche die Schuld im Poker Dealer sehen, weil dieser das Fiasko auf das Board gelegt hat. Dass weder der noch der andere Schuld hat, sagt uns zwar unser Verstand, unsere Emotionen wollen uns aber etwas anderes mitteilen. Wir wurden ungerecht behandelt und das muss bestraft werden, wie auch immer.

Das Ganze ist zwar, wenn es nur einmalig passiert, relativ schnell wieder vergessen und der nächste große Pot den wir gewinnen rückt den Beat in weite Ferne, aber was machen wir wenn wir an einem Abend 5 Bad Beats kassieren, in der Woche 20 usw. und das schon seit Monaten? Wenn wir Leaks auschließen können, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns in einem Downswing befinden, zu dem wir schon einen eigenen Artikel verfasst haben. Das zu wissen ist zwar ein Anfang, aber hilft uns aus psychologischer Sicht nicht viel weiter. Deswegen ist es unbedingt notwendig bei einem langfristigen Abwärtstrend die Ratschläge im Downswing Artikel zu befolgen.

Möglicherweise sind wir schon seit längerem in einem Tilt Zustand und wollen mit aller Gewalt aus diesem ausbrechen und jeder kommende Bad Beat ist noch viel schlimmer als der vorhergegangene. Dass, das beenden eines Downsings nicht so einfach ist, werdet Ihr am eigenen Leib schon erfahren haben. Wer die empfohlenen Poker Pausen nicht einhalten kann oder will, der sollte zumindest den Artikel Bewätigung von Tilt gelesen haben, gerade das Kapitel Bestes Poker auf Kommando. Hierbei wird durch positive Visualisierung versucht, dem Unterbewusst zu suggerieren, dass alles eitel Wonne sei obwohl unser Verstand gerade etwas anderes denkt.

Wer mit Bad Beats, seinen Emotionen und Downswings Probleme hat, sollte nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich durch die verschiedenen Artikel in der Pokerschule durchlesen und zumindest die theoretischen Kenntnisse verinnerlichen, um zu erfahren, was eigentlich gerade mit ihm passiert. Das ist zwar noch nicht des Rätsels Lösung, aber weiß man erst in was genau man gefangen ist, dann wird es umso leichter daraus auszubrechen.

Wer denkt, dass emotionales Reagieren bei Bad Beats eine Angelegenheit ist die nur bei Anfängern auftritt, der irrt. Man braucht sich eigentlich nur Phil Hellmuth und Tony G ansehen um zu wissen, dass es nicht so ist. Bad Beats schmerzen jeden, egal ob Rookie oder Poker Profi. Der Unterschied ist, die Poker Profis wissen erstens was mit Ihnen passiert und zweitens wissen sie, wie sie dagegen vorgehen können.

Lernen, die Emotionen 100-prozentig auszuschalten, werden wir nie erreichen können und werden wir auch nicht wollen, denn dies ist ein Umstand der uns erst zu dem macht was wir sind.

Tipp: In einer Pokerschule verbessern Sie nebst Ihrer Strategie auch Ihren Umgang mit Bad Beats.