Die Grundlagen – von Jan Meinert



Pot Limit Omaha gehört zu den actionreichsten Kartenspielen überhaupt. Man könnte Omaha eigentlich auch einfach Texas Hold’em mit vier Startkarten nennen. Die Regeln von Omaha entsprechen denen von Texas Hold’em mit folgenden Unterschieden: Beim Omaha-Poker erhält jeder Spieler zu Beginn vier verdeckte Karten. Beim Showdown am Ende des Spieles müssen genau zwei der vier Karten aus der Hand und genau drei Gemeinschaftskarten zur Bildung der bestmöglichen Poker-Hand kombiniert werden.
Flushs, Straßen und Full-Houses kommen beim Omaha im Vergleich zu Texas Hold’em viel häufiger vor. Während beim Texas No Limit Hold’em Top-Pair meist eine gute Hand ist, die gewettet werden sollte, würde ein solches Verhalten im Omaha in den meisten Fällen zum Verlust von sehr vielen Chips führen, weil beim Omaha weit bessere Hände unterwegs sind. Pot-Limit Omaha ist so zusagen „Poker auf Steroiden“. Die Pot-Limit-Struktur generiert eine Menge Action und große Pötte, weil die Wetten auf Turn und River oft „eskalieren“. Hieraus ergeben sich folgende Leitlinien für das Pot-Limit Omaha-Spiel:

  • Man braucht im Omaha eine starke Hand, um zu gewinnen. Man nennt Omaha auch „The Game of the Nuts“, weil man im Show-Down meist die Nuts braucht, um erfolgreich zu sein. Hände, die im Texas Hold’em oft gewinnen, wie zum Beispiel Top-Pair oder Overpair, gewinnen im Omaha nur selten. Typische Gewinnerhände im Omaha sind Straßen, Flushs oder ein Set mit einem guten Draw als zusätzlicher Option.
  • Beim Omaha sind meist mehr Spieler auf dem Flop. Da jeder Spieler vier Hole-Cards hat, gibt es auch mehr Möglichkeiten, den Flop zu treffen. Der Vorteil, den gute Starthände gegenüber schlechten haben, ist beim Omaha nicht so ausgeprägt. Das führt auch dazu, dass beim Omaha gerade Pre-Flop viel Geld in den Pot kommt, was die Entscheidung auf dem Flop noch wichtiger macht.
  • Bluffen spielt eine geringere Rolle als beim Texas Hold’em, da meist einige gute Hände unterwegs sind. Omaha ist ein Spiel, das primär von guten Händen bestimmt wird.
  • Man darf im Omaha den Gegnern grundsätzlich keine Free-Cards geben. Es gibt wegen der vier Hole-Cards einfach zu viele Möglichkeiten, sich durch weitere Gemeinschaftskarten entscheidend zu verbessern.
  • Der Pot ist beim Omaha auf dem Flop meist schon sehr groß. Es macht insofern Sinn zu versuchen, den Pot schon hier durch Wetten und Erhöhen zu gewinnen.
  • Position ist im Omaha extrem wichtig. Wenn Sie in guter Position sitzen, können Sie im Omaha viele auch mittelmäßige Starthände spielen. Dazu können Sie auf Flop, Turn und River den maximalen Profit aus Ihren Monsterhänden schlagen und hier und da einen Bluff wagen. Wie bereits oben gesagt ist Bluffen im Omaha aber grundsätzlich weniger bedeutsam als im Texas Hold’em.
  • Beachten Sie, dass Sie nur zwei Ihrer vier Hole-Cards benutzen dürfen und müssen. Wenn Sie also einen Drilling als Starthand bekommen, ist dies kein Grund zur Freude wie beim Seven-Card-Stud: Sie dürfen nur zwei Karten benutzen, und somit ist die dritte Karte des gleichen Werts auf Ihrer Hand verbraucht und für Sie nutzlos. Dieser Nachteil ist so gravierend, dass Drillinge in der Starthand beim Omaha meist schon aus diesem Grund nicht gespielt werden. Schließlich sinken die Chancen auf einen Drilling bzw. ein Full-House erheblich, wenn eine der beiden Outs für den Drilling schon weg ist.
  • Für Flush-Möglichkeiten reichen zwei Karten in der gleichen Farbe. Bei drei Karten derselben Farbe wäre eine bereits überflüssig und ebenfalls schädlich, da eine Karte für Ihren potentiellen Flush dann schon verbraucht ist. Eine Starthand, die jeweils zwei gleiche Farben aufweist und so gute Flush-Chancen hat, nennt man Double-Suited, zum Beispiel zwei Pik und zwei Herz.

Beachten Sie die Eigenheiten von Pot-Limit: Sie müssen Ihre guten Hände oft durch Pot-Wetten verteidigen und mit guten Händen durch ständiges Wetten dafür sorgen, dass die maximale Wetthöhe ansteigt. Im Zweifel sollte eine Wette oder Erhöhung in Höhe des Pots das Mittel der Wahl sein.

Zu Pot-Limit Omaha gibt es weder viele Bücher, noch hunderte Artikel im Internet. Am besten lernst du Omaha auf PokerStrategy.com, der größten Pokerschule der Welt. Klicke hier um PokerStrategy zu besuchen!


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