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Warum nicht Learning by Doing?


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In allen Pokerforen dieser Welt kommt eine These immer wieder auf: „Warum soll ich Bücher kaufen? Pokern lerne ich nur durch Erfahrung!“ Es ist richtig, dass Erfahrung einen wichtigen Teil zum guten Spieler ausmachen, aber die Schlussfolgerung ist eine extrem falsche!

Die Anfänge
Ja, es ist möglich eine Menge Geld mit Poker zu verdienen ohne alle Bücher dieser Welt aufgefressen zu haben. Erich Kollmann zum Beispiel hat in seinem ganzen Leben noch kein Pokerbuch angefasst und ist dennoch etablierter Pokerprofi geworden. Tiger Woods durfte in seiner Kindheit wegen seiner Hautfarbe auf fast keinem Golfplatz üben und dennoch ist er jetzt der beste Golfer der Welt und hat damit fast schon eine Millarde Dollar verdient!
Nur weil es Fälle gibt, die etwas ohne Hilfsmittel geschafft haben, heisst das noch lange nicht, dass dies der richtige Weg ist. Erich Kollmann sagt selbst dass er für manche Erfahrungen eben mit Lehrgeld bezahlen musste und Tiger Woods hätte es sicher tausendmal leichter gehabt, wenn er auf allen Plätzen dieser Welt hätte spielen können.
Doyle Brunson musste in seinen Anfangsjahren bestimmte Spielsituationen zigtausend Mal simulieren. Zum Beispiel wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass AK gegen AQ gewinnt. Heute schaut man auf gute Pokerseiten oder in ein gutes Buch und weiß die exakten Werte. Auch ein Dan Harrington hatte nicht den Luxus das Spiel im Internet oder durch Bücher erlernt zu bekommen. Es kosteten ihn viele Jahre um seine Turnierstrategien zu perfektionieren. Und jetzt hat er dieses Wissen, das ihn soviele Jahre an Spielpraxis gekostet hat in drei wunderbaren Büchern zusammengefasst und damit der ganzen Welt zugänglich gemacht! Warum soll man das nicht nutzen und den leichteren Weg einschlagen?

Was bringts wirklich?
Nur um ein kurzes Beispiel zu bringen. In Harrington on Hold’em II gibt es ein wichtiges Kapitel über die sogenannten Inflection Points: Was mache ich wenn auf die Turnierstruktur zurückzuführende Wenden eintreten? Wie spiele ich mit weniger Chips? Was mache ich am Bubble? Und so weiter. Viele dieser Situationen, zum Beispiel der Bubble treten genau einmal im Turnier auf. Wieviele solcher Turniere muss man spielen um das in Harrington on Hold’em gepackte Wissen zu erlangen? Wohl in etwa soviele wie Harrington selbst und das sollten einige tausend sein…
Abgesehen davon kosten diese Experimente nicht nur Zeit, sondern auch Geld! Wenn sich ein Anfänger an einen NL 200 Live Cashgametisch setzt mit dem Ziel bald durch NL Cash Games seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sollte er gut über 10.000 Euro in seiner Bankroll haben. Wie kostspielig ist es herauszufinden, dass AJo nicht gut genug ist um einen Raise und einen Reraise vor dem Flop zu callen? Wie kostspielig ist es am River ein dickes Allin mit den third Nuts gegen einen tighten Spieler zu callen? Klar, learning by doing, aber diese Fehler kosten in der Tat eine Menge Geld, ganz abgesehen von der Zeit.

Der Pokergrundsatz
Beim Pokern geht es darum einen Vorteil auszunutzen, bzw. diesen zu maximieren. Es ist ganz klar ein Vorteil, dass es mittlerweile dutzende hilfreiche Bücher gibt. Warum soll man auf diesen Vorteil verzichten? Das ist in etwa so als würde man Pocket Rockets vor dem Flop folden und sich denken „das gewinn ich mit anderen Karten auch noch…“
Das Internet (z.B. auch PokerFieber.com) und die Pokerbücher bieten mittlerweile eine sehr solide und günstige Ausbildung, die sich vielfach ausbezahlen wird. Die Artikel auf PokerFieber sind zum Beispiel kostenlos und machen auch Anfänger zu soliden Winning Playern in den Low und Middle Stakes. Bücher kosten etwas Geld, aber dafür hat man auch etwas in der Hand und nicht nur am Bildschirm. Die Investition in Bücher und die Zeit, die man für deren Studie benötigt, zahlt sich aber gewiss aus und man sollte diesen Vorteil schon nutzen, wenn man ihn schon geboten bekommt – oder würdest du die Asse Preflop folden!?!


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